Nach starker EM: Christian Ache und Ava Brambier qualifizieren sich für die Junioren-WM

Christian Ache (VfL Münster REA Card Triathlon Team) und Ava Martha Brambier (Team Bad Orb) haben bei den Junioren-Europameisterschaften im polnischen Elblag starke Leistungen gezeigt. Ache belegte bei seiner ersten Europameisterschaft Rang acht, Brambier wurde 16. Als Lohn folgt bereits das nächste Highlight: Beide haben sich für die Junioren-Weltmeisterschaften im spanischen Pontevedra qualifiziert, die am 24. September stattfinden. Dort treffen die besten Nachwuchsathletinnen und Nachwuchsathleten der Welt aufeinander.

Im Gespräch mit dem HTV berichten Ava Brambier und Christian Ache von ihren Erfahrungen bei der Junioren-Europameisterschaft, dem Rennen in der Mixed Relay und ihren Zielen für die kommenden Monate.

Wie bewertet ihr eure Leistung im Einzelrennen?

Ava Brambier:
Ich bin mit meiner Leistung in allen drei Disziplinen sehr zufrieden. Gerade weil ich erst kurzfristig und überraschend an der JEM teilnehmen durfte, freue ich mich umso mehr über Platz 16. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die anspruchsvolle Radstrecke mit vielen Kopfsteinpflasterpassagen und natürlich die Ehre, für Deutschland an den Start zu gehen.

Christian Ache:
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir das Radfahren. Ich musste eine Lücke zur Spitzengruppe schließen und nach einem Sturz weiterkämpfen. So hart war ein Radpart für mich noch nie. Deshalb bin ich mit meiner Leistung, vor allem mental, sehr zufrieden. Achter bei meiner ersten Europameisterschaft zu werden, ist ein Ergebnis, auf das ich stolz bin. Auch die technische Strecke mit dem Kopfsteinpflaster werde ich nicht vergessen.

Wie habt ihr die Mixed Relay erlebt?

Ava Brambier:
Für Deutschland in der Mixed Relay zu starten, hat mir sehr viel bedeutet. Wir hatten ein tolles Team und haben in den vergangenen Wochen viel Zeit miteinander verbracht. Entsprechend groß war die Freude, gemeinsam Platz vier zu erreichen.

Christian Ache:
Wir haben als Team sehr gut zusammengearbeitet und uns untereinander bestens verstanden. Natürlich war ich etwas enttäuscht, weil meine Kette auf den letzten Metern abgesprungen ist und wir dadurch knapp Platz drei verpasst haben. Trotzdem war es eine großartige Erfahrung, auf diesem Niveau für Deutschland zu starten. Die Staffel ist immer etwas Besonderes, weil sie so dynamisch und unberechenbar ist.

Welche Erkenntnisse nehmt ihr mit?

Ava Brambier:
Das Niveau auf dem Rad ist international sehr hoch. Gleichzeitig hat die Europameisterschaft gezeigt, dass sich die deutsche Spitze auch auf europäischer Ebene gut behaupten kann. Für mich war die EM eine wichtige Erfahrung und zusätzliche Motivation für die kommenden Rennen.

Christian Ache:
Meine wichtigste Erkenntnis lautet: Ein Rennen ist erst im Ziel vorbei. Egal, wie aussichtslos eine Situation erscheint oder wie schwer es zwischendurch wird, es lohnt sich immer, bis zum Ende zu kämpfen.

Ab dem kommenden Jahr startet ihr in der U23. Welche Ziele habt ihr?

Ava Brambier:
Mein Ziel ist es, mich in der U23-Klasse Schritt für Schritt zu etablieren und weitere Erfahrungen zu sammeln. Besonders freue ich mich darauf, künftig noch häufiger bei internationalen Rennen an den Start zu gehen.

Christian Ache:
Ich möchte mich auch in der U23 international behaupten und mich sportlich weiterentwickeln. Gleichzeitig freue ich mich auf die neuen Herausforderungen und bin gespannt, wohin mich mein Weg im Triathlon noch führen wird.

Nach der gelungenen Europameisterschaft wartet mit den Junioren-Weltmeisterschaften in Pontevedra bereits das nächste große Ziel. Der HTV wünscht Ava Brambier und Christian Ache eine gute, verletzungsfreie Vorbereitung und viel Erfolg in Spanien.

Bild: Das deutsche Junioren-Team mit Ava Brambier (2.v.l.) und Christian Ache (Mitte, Foto Frank Heimerdinger).