Die Heinrich-von-Kleist-Schule Eschborn hat erneut allen Grund zur Freude: Zum zweiten Mal in Folge hat sich das Schulteam für das Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ in Berlin qualifiziert. Am 15. September reisen Lily Gerlinger, Lina Wahl, Lene Aichele, Helena Lattek, Simon Theissen, Collin Wittmann, Mika Barfeld und Keanu Müller zum größten Schulsportwettbewerb Europas. Für die jungen Athletinnen und Athleten geht es dabei nicht nur um sportliche Leistungen, sondern auch um besondere Erfahrungen und unvergessliche Momente im Team. Der Hessische Triathlon Verband hat mit Sportlehrer Benjamin Friedrich über die erneute Qualifikation, die Vorbereitung und die Ziele für Berlin gesprochen.
1. Benny, was bedeutet die Teilnahme am Bundesfinale für deine Schule und dein Team?
Die Heinrich-von-Kleist-Schule in Eschborn hat vor zwei Jahren die Schwerpunktsportart Triathlon in ihr Sportklassenkonzept aufgenommen. Dass wir uns nun bereits zum zweiten Mal für das Bundesfinale qualifiziert haben, ist für uns als Schule ein deutliches Zeichen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir sind sehr stolz auf die Entwicklung der vergangenen beiden Jahre – vor allem aber auf unsere Schülerinnen und Schüler, die so viel Zeit und Energie in ihren Sport investieren.
2. Was macht diese Mannschaft aus deiner Sicht besonders?
Wie schon im vergangenen Jahr setzt sich die Mannschaft sowohl aus reinen Triathleten als auch aus Schwimmern zusammen. Obwohl sie aus verschiedenen Vereinen und Sportarten kommen, arbeiten wir an unserer Schule und in den unterschiedlichen Trainingsgruppen stets als Team zusammen. Durch das gemeinsame Training von Schwimmern und Triathleten kennen und schätzen sich die Schülerinnen und Schüler und sind zu einer Mannschaft zusammengewachsen. Für die Schwimmer ist es selbstverständlich, bei JtfO Triathlon anzutreten – umgekehrt helfen die Triathleten bei Schwimmwettkämpfen aus.
3. Wie habt ihr euch in den vergangenen Wochen auf das Bundesfinale vorbereitet?
Bei den vielen Trainingseinheiten, die unsere Schülerinnen und Schüler ohnehin absolvieren, ist es schwierig, zusätzliche Termine zu finden – sportlich betrachtet ist das aber auch gar nicht nötig. Der Großteil der gemeinsamen Vorbereitung fand daher im Rahmen unseres regulären Schultrainings statt. In den letzten beiden Wochen vor Berlin haben wir jeweils eine Trainingseinheit verlängert, um in Ruhe und ohne Zeitdruck an Details arbeiten zu können – besonders wichtig für Athletinnen und Athleten, die noch wenig Berührung mit dem Triathlon hatten. Bei diesen Einheiten wurde ich zudem von unserem Landestrainer Fred Krause unterstützt, was mich sehr gefreut hat. Diese Wertschätzung seitens des Verbands kommt auch bei unseren Athletinnen und Athleten sehr gut an.
4. Welche organisatorischen Herausforderungen gibt es bei einer Reise mit einem Schulteam nach Berlin?
Zum Glück ist es bereits unsere zweite Reise dieser Art, und ich konnte im vergangenen Jahr viel dazulernen. Neben der nötigen bürokratischen Arbeit war in diesem Jahr vor allem die Organisation der Fahrräder ein großes Thema: Einige Athletinnen und Athleten sind aus unseren Schulbikes herausgewachsen, und wir brauchten dringend Alternativen. Mit bike2future aus Darmstadt haben wir einen großartigen Unterstützer gefunden, der uns die Räder für die Dauer der Veranstaltung kostenlos zur Verfügung stellt. Für An- und Abreise müssen die Räder zudem gut verpackt werden – dabei unterstützen mich die Eltern.
5. Mit welchen Zielen fahrt ihr nach Berlin?
Natürlich wollen wir unsere Schule und das Land Hessen bestmöglich in Berlin vertreten, und wir haben uns dafür gut vorbereitet. Trotzdem setzen wir uns keinen Druck, denn wir wissen, dass wir teilweise gegen Eliteschulen des Sports antreten. Die Kids sollen vor allem eine tolle gemeinsame Woche erleben, viele Eindrücke sammeln und sich für ihren Einsatz belohnen. Sportlich wünsche ich mir, dass wir ohne Probleme und vor allem gesund durch die Wettkämpfe kommen und die Mannschaft das abrufen kann, was wir zuvor besprochen und geübt haben.
6. Welchen Stellenwert hat Triathlon an deiner Schule?
Triathlon ist neben Schwimmen eine unserer beiden Schwerpunktsportarten. Durch die Zusammenarbeit mit dem Hessischen Triathlon-Verband e.V. sowie dem Hessischen Schwimm-Verband e.V. am Standort Eschborn können wir ein schulisches und außerschulisches Trainingsangebot schaffen, das eine langfristige sportliche Entwicklung ermöglicht, ohne die schulische Laufbahn zu vernachlässigen. Die Ernennung zum Landesleistungszentrum Triathlon in Eschborn – von dem unsere Schule ein Teil ist – nehmen wir als sehr positive Entwicklung für eine langfristige Zusammenarbeit mit dem Verband wahr. Das neue 50-Meter-Becken, dessen Fertigstellung für 2027 geplant ist, wird ein weiterer Meilenstein in der stetigen Weiterentwicklung unseres Standorts sein.
Über 3600 Schülerinnen und Schüler beim Herbstfinale
Neben dem Triathlon werden beim Herbstfinale neun weitere olympische Sportarten ausgetragen. Es werden die Bundessiegerinnen und Bundessieger in den Sportarten Beachvolleyball, Fußball, Golf, Hockey, Judo, Leichtathletik, Rudern, Schwimmen, Tennis und Triathlon ermittelt. Mehr als 3.600 Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland vertreten ihre Bundesländer in der Hauptstadt.
Zeitplan Triathlon
- Mittwoch, 16. September
- 13:00 bis 15:00 Uhr: Streckenbesichtigung im Olympiapark
- 19:00 Uhr: Empfang des Landes Hessen
- Donnerstag, 17. September
- 10:00 bis 14:00 Uhr: Einzelwettbewerb U16 Mixed
- Freitag, 18. September
- 09:00 bis 13:00 Uhr: Staffelwettbewerb U16 Mixed
- 20:00 bis 22:00 Uhr: Abschlussveranstaltung und Siegerehrung in der Max-Schmeling-Halle
Live-Ergebnisse gibt es bei Berlin-Timing.
