HTV gründet Development Team

Künftig gibt es keinen Landeskader 2 mehr, stattdessen können sich Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren für das HTV Development Team bewerben.  

HTV-Vizepräsident Leistungssport Jens Kleinert hatte am Dienstag, 09. September zur Leistungssportkonferenz eingeladen. Rund 70 Eltern, Athleten und Trainer tauschten sich zu den Neuigkeiten rund um die Förderung des hessischen Triathlon-Nachwuchssportes aus. Neu: Ab der kommenden Saison gibt es kein Landeskader 2 mehr. Der Grund? „Es gibt für alle Landesverbände bundeseinheitliche Landeskaderkriterien, die von der DTU aufgestellt wurden“, erörterte Kleinert bei dem Online-Meeting. „Der Landessportbund Hessen und das Land Hessen stellen für Maßnahmen mit den Landeskaderathleten Gelder zur Verfügung. Wer die bundeseinheitlichen Normen nicht erfüllt, ist ab 2026 nicht im Landeskader.“

Um weiterhin mehr Athletinnen und Athleten zu fördern, gibt es seit diesem Herbst das HTV Development Team. Landestrainer Frederik Krause stellte das Konzept vor, durch das eine individuelle und dynamische Talententwicklung ermöglicht werden soll. „Es gibt verschiedene Entwicklungsverläufe und auch Späteinsteiger sollen so optimal gefördert werden“, sagte Krause. Das Development-Team wird von sehr gut ausgebildeten Trainern durch die Saison begleitet und wird zum nächsten Frühjahr nominiert – Trainer können sich gerne unter leistungssport@triathlonhessen.de bewerben, wenn Sie Teil des Coaches Team sein möchten.

Bis 16.11.25 können sich Athletinnen und Athleten online bewerben. Voraussetzungen für das Team sind beispielsweise

  • Teilnahme an den Sichtungen
  • Teilnahme am DSW Swim & Run Darmstadt
  • Nachweis von konstanten Trainingsumfängen
  • Dokumentation des Trainings über die digitale Plattform Trainingspeaks

Zudem sind im Paket regelmäßige Tests plus die sportmedizinische Untersuchung enthalten. Für die Athletenauswahl gibt es diverse Auswahlkriterien wie etwa das Podium im HTV Cup, prozentuale  Abschneiden DSW Swim & Run, Umsetzung des Trainingsplans oder die Leistungsentwicklung bis zum Frühjahr. Es müssen zwei Kriterien davon erfüllt werden. Besonders für Athleten mit weniger Vereinsförderung ist das HTV-Angebot sehr interessant. Bewerben können sich Schüler ab 14. 

Was bietet die Teilnahme am HTV-Development Team?  

Eine strukturierte Trainingsplanung über Trainingspeaks, Teilnahme an ausgewählten Lehrgängen, ggf. Teilnahme am Deutschland-Cup, Feedback und persönliche Betreuung durch HTV-Coaches sind einige der Benefits für das Team. Über allem steht natürlich die bestmögliche Förderung des Einzelnen. Hier geht es zur Bewerbung

HTV-Schulsportoffensive gut gestartet 

In der Schulsportoffensive  wurde viel erreicht, der DSW Swim & Run im Januar hatte so viele Nachwuchsteilnehmende wie noch nie,  der Landesentscheid Jugend trainiert für Olympia brachte für die teilnehmenden Schulen viel Spaß und lief reibungslos ab. Kurzfristig ist der Schul-Swim & Run Kassel mit auf den Schulsport-Fahrplan gesprungen. Alle Sieger freuten sich über ein HTV-Shirt. Rund 600 Kids nahmen am Frankfurt Schul-Swim and Run teil, im Rahmen des #RunSwimRepeat Oberursel gab es Startplatzgutscheine für Viertklässler, auch hier Teilnehmerrekord! Zudem plane der HTV eine DOSB C-Lizenz Ganztag-I-Coach-Kids-Ausbildung, denn die Ganztagsschule nähert sich mit großen Schritten. Wenig Bedarf gab es bei Projektwochen und -tagen. Wer für 2026 eine Schulsport plant, kann sich gerne unter schulsport@triathlonhessen.de melden, die finanzielle Förderung ist weiterhin geplant.  

Neue Stützpunkttrainer in Wiesbaden und Kassel 

Jens Kleinert gab einen kurzen Überblick der hessischen TSP-Stützpunkte. Oscar Weber betreut seit einigen Monaten eine TFG in Kassel, Birgit Hermle den TSP Wiesbaden und Benjamin Friedrich ist an der Heinrich-von-Kleist-Schule Eschborn Triathlon-Lehrer sehr aktiv. Im Süden gab es  keine personellen Veränderungen an den Stützpunkten. Die geplante Lehrer-Trainer-Stelle in Darmstadt soll im Januar besetzt werden.  

Kleinert betonte die Relevanz der vielschichtigen Förderung: Ein Mix der Förderung von Spitzenathleten wie etwas das Camp auf Lanzarote als auch anderer Nachwuchssportler durch die wöchentlichen Trainingsangebote in Vereinen und Stützpunkten sei elementar. „Alle Athleten sollen auf ein höheres Niveau gebracht werden!“, blickt er voraus.   

Nicol Bittner, Vizepräsidentin Leistungssport des Hessischen Badminton Verbandes gab einen Einblick über den Weg des Verbandes hin zu strukturierter Förderung der Spielertalente. Sie betonte die Wichtigkeit der Kommunikation zwischen Vereinen, Verband, Trainern, Lehrertrainern, Eltern und Athleten. Hauptamtliches Personal, Talentstützpunkte in den Vereinen, Partnerschulen mit Lehrertrainer-Stellen und Frühtrainingsangeboten im schulischen Kontext sind wesentliche Elemente der Professionalisierung des Verbandes.