Sensationeller vierter Platz

Zum ersten Mal dabei und gleich soweit vorne! Die Heinrich-von-Kleist-Schülerinnen und -Schüler aus Eschborn gaben im Triathlon beim Bundesfinale Jugend trainiert für Olympia und Paralympics in Berlin alles und beendeten die größte europäische Schulsportveranstaltung auf dem vierten Rang.

Reich gefüllt war der Rennfahrplan für Collin Wittmann, Tom Mühlbauer, Arne Roth, Simon Theissen, Lily Gehrlinger, Helena Lattek, Lene Aichele und Mia Albrecht. Montags wurden die Räder zusammengebaut auf den Strecken im Berliner Olympiapark trainiert und am so wichtigen Wechseln gefeilt. Am Dienstag, 23. September starteten alle acht Schülerinnen und Schüler im Einzelrennen über 200 Meter Schwimmen im 50-Meter-Sportbecken der Wasserfreunde Spandau, drei Kilometer Mountainbike-Fahren und 1000 Meter Laufen. Im Schwimmen in den vier Läufen ganz weit vorne, hielt das Team in den anderen beiden Disziplinen gut mit und schnitt nach Addition der Einzelzeiten auf Rang vier ab. „Darauf bin ich sehr stolz“, so Lehrer Benjamin  Friedrich. „Sechs der acht Athletinnen und Athleten sind im Schwimmsport zu Hause und haben ihren ersten Triathlon am Stück bewältigt.“

Am zweiten Wettkampftag war das große Ziel Platz vier nach hinten zu sichern, 2:30 Minuten Rückstand zu Nordrhein-Westfalen auf Rang drei war kaum aufholbar. In der Mixed Relay im ABC-Format wechselte nach jeder Disziplin die startende Person bei exakt den gleichen Distanzen wie im Einzelrennen. Zwei Staffeln mit jeweils drei Schülerinnen und Schülern der Heinrich-von-Kleist-Schule vertraten die hessischen Farben. Bei Sonne aber winterlich kaltem Ostwind behauptete sich das Schulteam mit Bravour gegen die starke Konkurrenz: Tagesplatz fünf im Staffelrennen, nach Addition der Teamzeit des Einzelrennens Gesamtplatz vier in 3:00:12 Stunden. Mecklenburg-Vorpommern verteidigte mit der CJD Christopherusschule Rostock den Titel vor Sachsen und Nordrhein-Westfalen. 

„Es war ein großartiges Event für unsere Schülerinnen und Schüler“, blickt Friedrich zurück. „Wir sind mit dem Ziel dorthin gefahren, unter den Top-Ten zu finishen. Da ist ein vierter Rang schon sensationell und zeigt das Potential.“ Begeistert waren alle vom Rahmenprogramm des Events und dem dabei sein. 3500 Schülerinnen und Schülern in 13 Sportarten traten beim Bundesfinale an. Sonntags empfing die Vertretung der hessischen Landesregierung die hessischen Schulteams in den Ministergärten, Mittwochabend die große Abschlussveranstaltung in der Max-Schmeling-Halle. „Ich bin nächstes Jahr wieder dabei, wenn das Landesfinale in Fulda stattfindet“, blickt der 14-jährige Simon mit strahlenden Augen voraus. Dieses findet voraussichtlich am 27. Mai in Fulda statt.