An einem Tag gleich zwei Deutsche Meisterschaften – das gibt es nicht oft! Während die Mittelstrecke in Schleswig im Norden ausgetragen wurde, gingen die Athletinnen und Athleten über die Kurzdistanz am Sonntag, 21. Juni, am fränkischen Rothsee an den Start.
Über 400 Teilnehmende – so viele wie seit Jahren nicht mehr bei einer Kurzdistanz-DM! Mit dabei waren auch einige Hessinnen und Hessen. Sie kämpften beim beliebten Rothsee-Triathlon mit den besten Altersklassen-Athletinnen und -Athleten Deutschlands um die Meistertitel.
Auf dem Programm standen 1.500 Meter Schwimmen im ruhigen Rothsee, 42 wellige Radkilometer und ein 10-Kilometer-Lauf auf dem Rothseedamm. Und das bei mehr als 30 Grad Außentemperatur! Für alle Startenden unter 60 Jahren kam eine zusätzliche Herausforderung dazu: Wegen der hohen Wassertemperatur von 23,5 Grad war das Schwimmen ohne Neoprenanzug vorgeschrieben.
Zum Glück hatte der Veranstalter vorgesorgt: An den Verpflegungsstellen gab es zusätzliche Abkühlung. Wer wollte, konnte sich beim Laufen mit Wasser aus Wannen erfrischen. Gerade auf der Laufstrecke war eine gute Versorgung und Abkühlung besonders wichtig.
Zwei hessische Agegrouper überzeugten ganz vorne in ihren Altersklassen: Marieluise Hermanns von der DLRG Wetzlar gewann die AK 65 in starken 2:58:24 Stunden. Ole Jacobsen (Eintracht Frankfurt Triathlon) rettete seinen Vorsprung vom Radfahren mit nur zwei Sekunden ins Ziel und wurde in 2:18:25 Stunden Deutscher Meister der AK 55 über die Kurzdistanz.
Bronzene Medaillen gingen an Claudius und Simone Pyrlik (Tri-Team Gießen) in der AK 50 sowie an Tanja Weber (Triathlon Wetterau) in der AK 55. Claudius Pyrlik war mit schnellen 2:16:01 Stunden zudem der schnellste hessische Athlet in Bayern. Triathlon-Ikone Hermann Dorner (TuS Griesheim) wurde Vize-Meister der AK 75.
Uwe Hauke, Lutz Markus und Stefan Glinkemann holen Teamgold für die Eintracht
Auch in der Teamwertung gab es Grund zur Freude: Die AK-60-Männer der Eintracht Frankfurt mit Uwe Hauke, Lutz Markus und Stefan Glinkemann sicherten sich den Deutschen Meistertitel.
Bemerkenswert: Trotz der großen Hitze und der hohen Belastung gab es bei über 950 Startenden auf der Kurzdistanz nur 20 Ausfälle. Das zeigt: Triathlon funktioniert auch bei Hitze – mit guter Vorbereitung, kluger Renneinteilung und etwas weniger Tempo.
Bild: In der AK 55 feierte Ole Jacobsen (Eintracht Frankfurt) die Deutsche Meisterschaft, Tanja Weber (Triathlon Wetterau) nahm Bronze mit nach Hause.
